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Was kostet ein Automatenstandort im Monat?

Im Netz findet man Spannen von 50 bis 500 Euro — also keine Antwort. Hier stehen Zahlen aus echten Gesprächen: was Aufsteller derzeit tatsächlich zahlen und was Flächenbesitzer verlangen.

Die Zahl, um die es geht

Für einen Außenstandort liegt die übliche Vergütung derzeit bei rund 100 Euro im Monat je Gerät — meist aufgeteilt in etwa 75 Euro Stellplatzmiete und rund 25 Euro Strompauschale.

Diese Aufteilung hat einen praktischen Grund: Der Strom ist der einzige laufende Posten, den der Flächenbesitzer selbst trägt. Wird er gesondert ausgewiesen, muss niemand später darüber streiten, ob er „mit drin" war.

Woher die Zahl stammt: Zwei Beteiligte haben sie uns im September 2026 unabhängig voneinander genannt — ein Aufsteller, der mehrere Standorte betreibt und diesen Betrag zahlt, und ein Flächenbesitzer, der ihn verlangt. Keine Schätzung, keine Umfrage, sondern zwei echte Angebotslagen, die sich zufällig deckten.

Wann mehr drin ist

Der Betrag gilt je Gerät. Stehen an einem Platz mehrere Automaten, vervielfacht er sich entsprechend — jedes Gerät wird für sich abgerechnet, nicht die Fläche als Ganzes.

Nach oben verhandelbar wird es vor allem bei drei Dingen:

  • Hoher, verlässlicher Publikumsverkehr. Nicht die Zahl der Vorbeigehenden zählt, sondern wie viele davon regelmäßig wiederkommen.
  • Zugang rund um die Uhr. Ein Automat, der nur zu Öffnungszeiten erreichbar ist, verkauft deutlich weniger als einer, der nachts weiterläuft.
  • Keine Konkurrenz in der Nähe. Steht der nächste Laden 200 Meter weiter, drückt das jeden Standort.

Feste Miete oder Umsatzbeteiligung?

Die Umsatzbeteiligung klingt für beide Seiten fairer — sie fällt mit, wenn wenig verkauft wird. Sie hat aber einen Haken, der oft übersehen wird: Rechnet man mit einem Anteil vom Bruttoumsatz, gehen davon erst Umsatzsteuer und Wareneinsatz ab. Vom verbleibenden Rest ist der Anteil dann deutlich größer, als er auf dem Papier aussah.

Für den Flächenbesitzer, der noch keine Erfahrung mit Automaten hat, ist die feste Miete zu Beginn der ruhigere Weg: Sie kommt, egal wie das Gerät läuft. Zeigt sich nach ein paar Monaten, dass der Standort stark ist, lässt sich immer noch umstellen — umgekehrt ist es schwerer.

Für den Aufsteller ist die Beteiligung bei unklaren Standorten das kleinere Risiko: Läuft es schlecht, zahlt er weniger. Bei einem Standort, dessen Zahlen er kennt, fährt er mit der festen Miete meist besser.

Was außer der Miete geregelt sein sollte

  • Der Stromanschluss. Liegt keine Steckdose direkt am Gerät, kostet die Leitung Geld. Üblicherweise übernimmt das der Aufsteller — festhalten sollte man es trotzdem, bevor jemand anfängt zu graben.
  • Zugang zum Gerät. Wann darf befüllt werden? Braucht es einen Schlüssel, einen Code, eine Absprache?
  • Haftung bei Beschädigung. Wer trägt den Schaden bei Vandalismus — und wer meldet ihn?
  • Laufzeit und Kündigung. Ein Automat, der nach drei Monaten wieder abgebaut wird, hat sich für niemanden gelohnt.

Vorlagen zum Nachrechnen

Ob sich ein konkreter Standort für Sie trägt, hängt an Ihren eigenen Zahlen — Anfahrt, Wareneinsatz, erwarteter Absatz. Dafür gibt es hier fertige Werkzeuge:

Sie suchen einen Standort — oder haben eine Fläche?

Über standorte.select-prime.de bringen wir Flächenbesitzer und Automatenaufsteller zusammen. Für Flächenanbieter ist das kostenlos; Aufsteller zahlen erst, wenn eine Vermittlung zustande kommt.

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