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Der richtige Standort — Checkliste für Automatenaufsteller
Ein Automat verdient nicht durch Technik, sondern durch seinen Platz.
Derselbe Automat bringt an einem Standort 200 € im Monat und am nächsten 20 €. Der Unterschied entscheidet sich, bevor das Gerät geliefert wird. Sechs Seiten zum Ausdrucken und Mitnehmen.
WAS DRIN IST
• Sieben Standorttypen nach Ertrag sortiert — und drei, bei denen du besser nicht anfängst
• Wie du ansprichst, und der Satz, der das Gespräch leichter macht
• Bewertungsbogen mit Punktesystem: zwölf Kriterien, 0 bis 24 Punkte
• Technik vor Ort: Stellfläche, Türbreiten, Strom, Temperatur, Empfang
• Was im Standortvertrag geregelt sein muss — zwölf Punkte
• Sechs Gründe, warum Standorte scheitern
WARUM EIN PUNKTESYSTEM
Der Blick auf einen möglichen Standort ist immer optimistisch. Man sieht die Menschen, nicht die Kantine um die Ecke. Man sieht die Steckdose, nicht die Frage, wer den Strom zahlt. Ein Bewertungsbogen zwingt dazu, auch die unbequemen Fragen zu stellen — vor der Zusage, nicht danach.
Und er macht Standorte vergleichbar. Zwei Wochen nach der Besichtigung erinnert sich niemand mehr genau, wie voll der Hof am Dienstagmittag war. Eine Punktzahl auf einem Blatt erinnert sich daran.
DIE FRAGE, DIE DIE MEISTEN ZU SPÄT STELLEN
Nicht „wie viele Menschen kommen hier vorbei", sondern „wie viele davon haben Geld in der Hand und Zeit im Kopf". Ein Durchgangsweg zur Arbeit bringt weniger als ein Wartebereich mit zehn Minuten Leerlauf. Ein Fitnessstudio mit 300 Mitgliedern kann schlechter laufen als eine Werkstatt mit 25 Mitarbeitern, wenn die einen nach dem Training nach Hause fahren und die anderen jeden Tag um zehn dieselbe Pause machen.
Die Checkliste sortiert die Standorttypen genau danach — nicht nach Publikumszahl, sondern nach dem, was am Ende in der Kasse liegt.
DER STROM IST KEIN NEBENSATZ
Fast jeder Automat braucht eine eigene Steckdose, und fast jede Besichtigung geht darüber hinweg. Wer zahlt ihn, wie kommt das Kabel dorthin, ist die Dose abgesichert, wird sie abends abgeschaltet? Ein Standort ohne geklärten Stromanschluss ist kein Standort, sondern ein Bauvorhaben. Die Checkliste hat dafür einen eigenen Abschnitt, zusammen mit Türbreiten und Stellfläche — die zweite Sache, die regelmäßig erst am Liefertag auffällt.
ZUM THEMA VERTRAG
Die Checkliste nennt die zwölf Punkte, die ein Standortvertrag regeln muss: Laufzeit, Kündigung, Vergütung, Strom, Zugang, Haftung, Versicherung, Reinigung, Sortimentsabstimmung, Exklusivität, Nachfolge bei Eigentümerwechsel und was beim Abbau gilt. Sie enthält bewusst keine Vertragsformulierungen: Einen Vertrag, den du dauerhaft verwendest, sollte einmalig ein Anwalt aufsetzen. Was hier steht, ist die Liste der Fragen — damit du weißt, worauf du achten musst.
FÜR WEN DIESE CHECKLISTE GEDACHT IST
Für alle, die ihren ersten Standort suchen und nicht wissen, wo sie anfangen sollen. Für Aufsteller, die schon Geräte betreiben und einen weiteren Platz bewerten wollen, ohne sich vom guten Gefühl täuschen zu lassen. Und für jeden, der ein Standortangebot bekommen hat und prüfen möchte, ob es taugt.
FÜR WEN NICHT
Sie ersetzt keinen Rechtsrat und keinen fertigen Vertrag. Und sie verrät dir keine konkreten freien Flächen — sie sagt dir, woran du eine gute erkennst.
HÄUFIGE FRAGEN
In welchem Format kommt sie?
Als PDF mit sechs Seiten, gemacht zum Ausdrucken. Den Bewertungsbogen druckst du für jeden Standort einmal aus.
Gilt sie nur für Snackautomaten?
Nein. Die Kriterien gelten für Snack-, Getränke-, Kaffee-, Vape- und Warenautomaten gleichermaßen. Wo es Unterschiede gibt, sind sie benannt.
Brauche ich Vorkenntnisse?
Nein, sie ist für den ersten Standort geschrieben und für den zwanzigsten noch nützlich.
Wie schnell habe ich sie?
Sofort nach dem Kauf als Download.
Arbeitshilfe, keine Rechts- oder Steuerberatung. Alle Zahlen sind Erfahrungswerte, keine Zusicherung. Stand: August 2026.